Wie du genug Erholung bekommst | fabel

Schlaf im Pflegealltag Wie du genug Erholung bekommst

Ausreichend zu schlafen ist im Pflegealltag oft schwierig. Nicht, weil Schlaf unwichtig wäre – sondern weil Nächte unberechenbar sind. Pflegebedürftige Menschen brauchen Unterstützung, Sorgen lassen einen nicht abschalten, der Körper bleibt angespannt. Umso wichtiger ist es zu wissen, woran du erkennst, ob dein Schlaf dir trotzdem genug Erholung gibt – und wie du ihn realistisch in deinen Alltag integrieren kannst.

Ausreichend schlafen heißt nicht: immer gleich viel

Schlaf ist individuell. Zwei Menschen können gleich lange schlafen und sich am nächsten Tag völlig unterschiedlich fühlen. Entscheidend ist deshalb weniger eine feste Stundenzahl als die Frage: Wie geht es dir tagsüber?

Als grober Richtwert gelten für Erwachsene etwa 7–8 Stunden Schlaf pro Nacht. Im Pflegealltag ist das nicht immer erreichbar – vor allem, wenn Nächte unterbrochen sind. Wichtig ist daher, auf das eigene Empfinden zu achten und nicht nur auf Zahlen.

Woran du merkst, dass dein Schlaf nicht reicht

Ob dein Schlaf ausreichend ist, zeigt sich oft im Alltag – nicht nachts. Typische Anzeichen für anhaltenden Schlafmangel können sein:

  • Du fühlst dich morgens lange benommen oder „nicht richtig da“
  • Kleine Aufgaben kosten unverhältnismäßig viel Energie
  • Du bist schneller gereizt oder emotional erschöpft
  • Konzentration und Überblick fallen dir schwer
  • Dein Körper fühlt sich dauerhaft angespannt oder müde an

Diese Signale sind keine Schwäche. Sie zeigen, dass dein Körper mehr Erholung braucht – besonders bei dauerhafter Belastung.

Schlaf wirkt langfristig – nicht nur von Nacht zu Nacht

Eine einzelne schlechte Nacht ist kein Problem. Kritisch wird es, wenn sich Schlafmangel über mehrere Tage oder Wochen zieht. Dann fehlt dem Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Gerade pflegende Angehörige neigen dazu, Müdigkeit zu ignorieren, weil der Alltag weiterläuft. Doch Schlaf wirkt langfristig: Wer regelmäßig genug Erholung bekommt, unterstützt sein Immunsystem, seine Konzentration und seine emotionale Stabilität.

Regelmäßigkeit hilft dem Körper

Neben der Schlafdauer spielt auch die Schlafenszeit eine wichtige Rolle. Der Körper profitiert von Wiederholungen. Wer – so gut es geht – ähnliche Zeiten und Abläufe einhält, schläft oft schneller ein und erreicht eine bessere Schlafqualität.

Im Pflegealltag ist das nicht immer möglich. Dennoch können schon kleine Routinen helfen:

  • ein fester Ablauf am Abend
  • ein bewusstes Abschalten vor dem Schlafengehen
  • kurze Ruhephasen, die dem Körper signalisieren: Jetzt darf ich runterfahren

Schlaf realistisch denken – nicht ideal

Im Pflegealltag wird Schlaf selten „ideal“ sein. Das Ziel ist nicht, jede Nacht perfekt zu schlafen, sondern genug Erholung zu bekommen, um den Alltag bewältigen zu können.
Manchmal bedeutet das längere Nächte, manchmal kleine Erholungsfenster, manchmal einfach das bewusste Wahrnehmen eigener Grenzen.

Schlaf ist kein zusätzlicher Anspruch an dich. Er ist eine Grundlage, die dir hilft, Verantwortung zu tragen – für andere und für dich selbst.

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