Hilfsmittel bei diabetischem Fußsyndrom | fabel

Was wirklich entlastet Hilfsmittel bei diabetischem Fußsyndrom

Die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms endet nicht beim Arzttermin. Ein großer Teil der Entlastung findet im Alltag statt – mithilfe geeigneter Hilfsmittel. Für pflegende Angehörige ist es oft schwierig einzuschätzen, was sinnvoll ist, was wirklich hilft und worauf man achten sollte.

Entlastung steht an erster Stelle

Ein zentraler Faktor bei der Behandlung ist die konsequente Druckentlastung. Hilfsmittel sollen verhindern, dass belastete Stellen weiter gereizt werden. Dazu gehören unter anderem:

  • spezielle Entlastungsschuhe oder orthopädische Maßanfertigungen
  • Weichbettungen oder Verbände zur Druckverteilung
  • zeitweise Gehhilfen zur Schonung des Fußes

Auch wenn diese Maßnahmen im Alltag einschränkend wirken: Sie sind oft entscheidend für den Heilungsverlauf.

Wundversorgung: Schutz und Sicherheit

Moderne Wundauflagen sind darauf ausgelegt, das Wundmilieu zu schützen und Infektionen vorzubeugen. Welche Produkte geeignet sind, entscheidet das Fachpersonal. Angehörige unterstützen vor allem durch:

  • sorgfältige Beobachtung
  • Einhalten von Wechselintervallen
  • Weitergabe von Veränderungen

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Selbstständige Experimente mit Salben oder Hausmitteln sollten vermieden werden.

Alltagshilfen, die indirekt entlasten

Neben direkten medizinischen Hilfsmitteln können auch einfache Alltagslösungen helfen:

  • rutschfeste Matten und sichere Bodenbeläge zur Sturzprävention
  • gut sitzende Hausschuhe oder Schuhe mit fester Sohle und ausreichend Platz
  • Socken ohne einschneidende Bündchen, um Druckstellen zu vermeiden
  • weiche, druckentlastende Sitzkissen bei längerem Sitzen
  • eine Fußbank oder ein Hocker, um Füße hochzulagern und Druck zu reduzieren
  • ein Fußwärmer oder warme Socken (ohne direkte Hitzequellen) bei Kälteempfinden
  • ausreichend Platz und Bewegungsfreiheit, um Stolperfallen zu vermeiden
  • eine feste, stabile Sitzgelegenheit zum sicheren An- und Ausziehen

Kosten und Versorgung

Viele Hilfsmittel können bei medizinischer Notwendigkeit verordnet und über die Krankenkasse übernommen werden. Für Angehörige lohnt es sich, nachzufragen und sich beraten zu lassen – etwa bei Ärzt:innen, Podolog:innen oder Homecare-Anbietern.

Fazit

Hilfsmittel ersetzen keine Therapie, aber sie machen sie möglich. Richtig eingesetzt, entlasten sie den Fuß, unterstützen die Heilung und erleichtern den Pflegealltag spürbar.

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