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Nachbarschaftshilfe in der Pflege So findest du Entlastung im Alltag

Pflege zu Hause ist eine große Herausforderung – organisatorisch wie emotional. Viele pflegende Angehörige fragen sich: Wie kann ich Unterstützung im Pflegealltag finden, ohne die Pflege komplett abzugeben? Eine wichtige Möglichkeit ist die Nachbarschaftshilfe. In diesem Ratgeber erfährst du, was Nachbarschaftshilfe bedeutet, welche Voraussetzungen gelten und wie du die Kosten über die Pflegekasse finanzieren kannst.

Was ist Nachbarschaftshilfe in der Pflege?

Unter Nachbarschaftshilfe versteht man Unterstützung durch Personen aus deinem Umfeld – also Nachbarn, Freunde oder Bekannte. Diese übernehmen kleine, aber wichtige Aufgaben, um dich als pflegende:r Angehörige:r zu entlasten, zum Beispiel:

  • Einkaufen oder Besorgungen erledigen
  • Mahlzeiten zubereiten
  • Spaziergänge mit dem Pflegebedürftigen unternehmen
  • Begleitung zu Arzt- oder Therapieterminen
  • Leichte hauswirtschaftliche Tätigkeiten

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Wichtig: Nachbarschaftshilfe ersetzt keine professionelle Pflege, sondern ergänzt sie. Sie verschafft dir wertvolle Freiräume und macht den Pflegealltag leichter.

Voraussetzungen für Nachbarschaftshilfe

Damit du Nachbarschaftshilfe abrechnen kannst, gelten bestimmte Bedingungen:

  • Personenkreis: Die Hilfe wird von Privatpersonen erbracht, die nicht professionell in der Pflege tätig sind.
  • Pflegegrad: Dein Angehöriger benötigt mindestens Pflegegrad 1, damit die Pflegekasse die Kosten übernimmt.
  • Aufgabenbereiche: Es müssen sogenannte niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote sein – also keine pflegerischen Kernaufgaben wie Körperpflege oder medizinische Versorgung.

Nachbarschaftshilfe über die Pflegekasse finanzieren

Ein entscheidender Vorteil: Nachbarschaftshilfe kann über verschiedene Leistungen der Pflegeversicherung finanziert werden.

1. Entlastungsbetrag

Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 bis 5 erhalten monatlich 131 € Entlastungsbetrag (seit 2025). Dieses Geld kannst du nutzen, um Nachbarschaftshilfe zu bezahlen.

2. Verhinderungspflege

Zusätzlich lässt sich Nachbarschaftshilfe über die Verhinderungspflege abrechnen:

  • Bis 30. Juni 2025: bis zu 1.685 € pro Jahr (ab Pflegegrad 2)
  • Ab 1. Juli 2025: neues Jahresbudget von 3.539 €, das flexibel für Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege genutzt werden kann

3. Stundensätze

Die Pflegekassen geben vor, wie hoch der Stundensatz für Nachbarschaftshilfe ist. Je nach Bundesland liegt dieser meist zwischen 5 und 12 € pro Stunde.

Tipp: Manche Bundesländer oder Pflegekassen verlangen einen Nachweis über eine kurze Schulung der Helfer. Erkundige dich deshalb direkt bei deiner Pflegekasse.

Fazit: Nachbarschaftshilfe bringt Entlastung in die Pflege

Nachbarschaftshilfe entlastet dich spürbar im Pflegealltag und sorgt dafür, dass du mehr Zeit für dich selbst hast. Gleichzeitig bleiben dein:e Angehörige:r gut versorgt und eingebunden. Nutze dafür unbedingt die finanziellen Möglichkeiten der Pflegekasse wie Entlastungsbetrag oder Verhinderungspflege.

Mit der fabel App kannst du Aufgaben, Termine und Absprachen rund um die Nachbarschaftshilfe einfach organisieren. So wird Pflege zur gemeinsamen Teamaufgabe – und für dich deutlich entspannter.

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