Im Notfall zählt jede Sekunde! Warum dein Angehöriger einen Notfallpass braucht
Stell dir vor: Dein Angehöriger bricht zusammen, du bist nicht dabei. Der Rettungsdienst kommt, aber niemand weiß, welche Medikamente er nimmt, ob er Blutverdünner bekommt, wer sein Hausarzt ist oder ob eine Patientenverfügung existiert. Die Sanitäter müssen raten. Das kostet Zeit, und im Notfall kann Zeit Leben kosten. Genau das verhindert ein Notfallpass.
Was ein Notfallpass ist
Ein Notfallpass ist ein kleines Blatt Papier mit den wichtigsten medizinischen Informationen deines Angehörigen. Er passt ins Portemonnaie, in die Jackentasche oder in eine Handtasche. Wenn im Notfall jede Sekunde zählt, haben Sanitäter, Ärzte und Ersthelfer sofort alle wichtigen Informationen auf einen Blick.
Es braucht keine App, kein Smartphone und keinen Internetzugang. Ein Zettel, der immer dabei ist, reicht.
Was draufsteht
Ein guter Notfallpass enthält:
- Name, Geburtsdatum und Adresse des Pflegebedürftigen
- Name und Telefonnummer des Hausarztes
- Wichtige Vorerkrankungen, zum Beispiel Diabetes, Herzerkrankung oder Epilepsie
- Aktuelle Medikamente mit Dosierung, besonders Blutverdünner, Insulin oder andere kritische Mittel
- Allergien, vor allem gegen Medikamente
- Pflegegrad, falls vorhanden
- Hinweis auf Patientenverfügung: ob eine existiert und wo sie aufbewahrt wird
- Hinweis auf Organspende: ja, nein oder Verweis auf Organspendeausweis
- Notfallkontakt: Name und Telefonnummer einer vertrauten Person
Warum das so wichtig ist
Viele Menschen denken, das regelt sich schon irgendwie. Aber im echten Notfall ist die Situation oft chaotisch. Dein Angehöriger kann vielleicht nicht mehr sprechen. Du bist vielleicht nicht erreichbar. Die behandelnden Ärzte kennen ihn nicht.
Besonders kritisch ist es bei Medikamenten. Wer Blutverdünner nimmt, darf bestimmte Schmerzmittel nicht bekommen. Wer auf ein Medikament allergisch reagiert, darf es im Schock nicht verabreicht bekommen. Diese Informationen können im schlimmsten Fall über Leben und Tod entscheiden.
Auch die Patientenverfügung spielt eine große Rolle. Wenn dein Angehöriger nicht möchte, dass er im Ernstfall wiederbelebt wird, müssen Ärzte das wissen. Ohne einen Hinweis darauf handeln sie nach Standardprotokoll.
Wie du den Pass nutzt
Fülle den Notfallpass gemeinsam mit deinem Angehörigen aus, oder übernimm es selbst, wenn er das nicht mehr kann. Aktualisiere ihn immer dann, wenn sich etwas ändert: ein neues Medikament, eine neue Diagnose, ein neuer Hausarzt.
Dann gilt: Der Pass muss immer dabei sein. Im Portemonnaie, in der Handtasche, in der Jackentasche. Nicht zu Hause in der Schublade.
Sag auch anderen, die deinen Angehörigen betreuen, dass es diesen Pass gibt und wo er steckt. Beim Pflegedienst, bei Familienangehörigen, bei der Nachbarschaftshilfe.
fabel Notfallpass Generator
Erstelle hier schnell und einfach deinen Notfallpass im Scheckkarten-Format:
Daten eingeben
PDF erstellen und ausdrucken
Fertig
Ein kleiner Aufwand, ein großer Schutz
Den Pass auszufüllen dauert vielleicht zwanzig Minuten. Was er im Ernstfall leisten kann, ist unvergleichlich mehr. Er gibt Sanitätern die Informationen, die sie brauchen. Er gibt Ärzten Sicherheit bei der Behandlung. Und er gibt dir die Gewissheit, dass dein Angehöriger auch dann gut versorgt ist, wenn du gerade nicht dabei sein kannst.
Den Notfallpass zum Ausdrucken findest du direkt hier unten. Fülle ihn aus, schneide ihn aus und steck ihn ins Portemonnaie.